Über mich

Mittlerweile über 50 Jahre alt, begeistert und erfreut mich das Motorrad fahren immer noch und immer mehr. Auf diesen Seiten biete ich verschiedene, geführte Touren im Norden an. Dabei will ich anderen Motorradfahrerinnen und – fahrern die Reize der norddeutschen und der dänischen Landschaft nahe bringen. So, wie es Oluf Zierl beabsichtigte, bevor er dann starb und dieses Ziel nicht mehr verwirklichen konnte.
Zwischendurch wird ausgiebig und in kultivierter Umgebung Pause gemacht. Ein paar Tipps zur Fahrtechnik werde ich dabei sicher weitergeben können.
- Meine Erfahrung mit dem Fahren motorisierter Zweiräder reicht bis zu meinem 15. Lebensjahr zurück. Aus dieser reichen Erfahrung, und aus dem Fahren verschiedenster Motorräder, vom langsamen, aber durchaus Fahrfreude bereitenden Viertakt-Einzylinder bis zum renntauglichen Vierzylinder habe ich fast alles durchprobiert, gebe ich mein Wissen zu verschiedenen Fahrtechniken – bei Bedarf – gerne weiter. Die einzige Erfahrung, welche mir weitgehend fehlt, ist das Fahren von Cruisern und Choppern. - Schlicht, weil diese Gattungen von Motorrädern nicht so sportlich zu bewegen sind, wie ich es bevorzuge.

Meine Motorräder

Als liebstes Dienstfahrzeug dient mir ein Allrounder: die Suzuki Bandit 650 A, wobei das „A“ für ABS steht. Dieses Motorrad ist leicht fahrwerks-getunt und so quicklebendig, das es durchaus sportlich zu bewegen ist.
Eine Anmerkung: jede(r) Fahrer(in), der/die meint, auf ABS verzichten zu können, hat wahrscheinlich noch nie eine Notbremsung auf nasser oder verschmutzter Straße hinlegen müssen. Mein Urteil ist jedenfalls: auf öffentlichen Straßen ist das ABS unverzichtbar. Es sei denn, man/frau ist ein(e) gut ausgebildete(r) Rennfahrer(in). Es gibt zwar den berühmten „siebenten Sinn“, den jeder erfahrene Fahrer entwickelt hat. Aber selbst solche Fahrer werden von Situationen überrascht, die auch mit dem besten aller Sinne nicht vorhersehbar sein können. Dann voll in die Bremse gehen zu können, ist wirklich sehr beruhigend und schafft eine ganz neue Souveränität.

Die Buell

Die Buell XB lightning city X ist ein Unikat und sollte nicht mit anderen Motorrädern verglichen werden. Ihr Herz ist ein zweiventiliger, einlitriger, bis zum äußersten des Vertretbaren optimierter Harley-Motor mit 84 PS. Wie andere Harleys auch ist er mit niedrigsten Drehzahlen zu bewegen und erfreut dann mit einem sehr niedrigen Verbrauch. Allerdings hat Eric Buell diesen Motor in ein sehr agiles Fahrwerk mit einem extrem kurzen Radstand und einem sehr steilen Lenkkopfwinkel gesetzt. Das bedeutet eine extreme Wendigkeit und Quirligkeit, welche die meisten Harleys nicht bieten können. Auf den angebotenen Touren ist die „Lightning“ das ideale Motorrad. Ihr niedriger Schwerpunkt tut ein Übriges, um das Motorrad ohne große Mühe um die hier oft sehr engen Kurven zu werfen. Der optimierte Motor erfreut mit einer Spritzigkeit, die objektiv sogar noch höher ist, als man/frau sie beim Fahren wahrnimmt. Die niedrigen Drehzahlen täuschen ein wenig darüber hinweg, dass bei Bedarf in 4,2 Sekunden die 100 km-Marke erreicht ist und das Motorrad auch danach munter weiter dreht. Zum Überholen schaltet man bisweilen zwei Gänge zurück. - Und verwandelt die kleine Buell damit von Dr. Jekyll in Mr. Hyde.
Sehr angenehm ist der sich automatisch spannende Zahnriemen als Sekundärtrieb. Man braucht sich fast genauso wenig Gedanken darüber zu machen als wenn man ein Kardan-Motorrad fährt. Und das Geschmiere mit dem Kettenfett gehört der Vergangenheit an. Ich weiß wirklich nicht, was die anderen Hersteller davon abhält, mehr Maschinen mit diesem sehr komfortablen Antrieb anzubieten. Zumal jener Antrieb durch seine Elastizität die Lastwechselreaktionen sehr in Grenzen hält.
Nicht verschwiegen sei aber, dass die extreme Fahrwerksauslegung erkauft wird mit einer gewissen Labilität bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. So sind die möglichen 210 km/h mehr ein theoretischer Wert und werden nur von den sehr routinierten Fahrer(innen) gefahren, die sich von dem Hochgeschwindigkeitspendeln nicht abschrecken lassen.